Upgrade auf TYPO3 v13.4

Nachdem ich in meinem letzten Artikel über meine Erfahrungen mit TYPO3 und insbesondere über den Wechsel auf ein Composer-basiertes Setup geschrieben habe, möchte ich nun ein kleines Update zu meiner TYPO3-Instanz geben.

Seit dem letzten Artikel ist einige Zeit vergangen und inzwischen stand das nächste größere Upgrade an: der Wechsel auf die aktuelle TYPO3-Version 13.

Vorbereitung

Zunächst habe ich meine bestehende Installation auf das aktuelle Release der TYPO3-Version 12 aktualisiert. Damit wollte ich sicherstellen, dass die Ausgangsbasis für das spätere Major-Upgrade möglichst aktuell ist.

Für den eigentlichen Wechsel auf TYPO3 v13 habe ich anschließend einen eigenen Feature-Branch angelegt. Mein Ziel war es, das Upgrade zunächst vollständig zu testen und erst nach erfolgreicher Prüfung in den Hauptbranch zu übernehmen.

Als Grundlage für das Upgrade habe ich mich an der offiziellen TYPO3-Dokumentation für Major-Upgrades orientiert. Gerade bei einem Wechsel auf eine neue Major-Version gibt es einige Punkte zu beachten, weshalb ich hier nicht einfach blind die Versionsnummer geändert habe, sondern die einzelnen Schritte aus der Dokumentation durchgegangen bin.

Das Upgrade

Nachdem die Änderungen im Feature-Branch umgesetzt waren, habe ich einen Merge Request erstellt und die Änderungen nach erfolgreicher Prüfung gemerged.

Da meine TYPO3-Instanz in Kubernetes läuft und ich hierfür ein eigenes Helm-Chart verwende, musste das Upgrade anschließend auch in meinem Chart-Repository abgebildet werden. Dafür habe ich zunächst das Release 0.4.0 meines Chart-Repositories veröffentlicht.

Nun ging es an den ersten Test-Deployment: Dabei zeigte sich relativ schnell, dass das Upgrade noch nicht vollständig durchlief. Ursache war eine veraltete Version von form-to-database, die mit der neuen TYPO3-Version nicht mehr korrekt funktionierte.

Also musste zunächst das verwendete docker-typo3-Image aktualisiert werden. Nachdem die notwendigen Anpassungen vorgenommen waren, habe ich das Chart-Repository erneut als Version 0.4.1 veröffentlicht.

Der nächste Test-Deployment verlief anschließend erfolgreich und der zuvor aufgetretene Fehler war damit behoben.

Das Produktivsystem

Nachdem das Upgrade in der Testumgebung erfolgreich war, stand der Wechsel meiner produktiven TYPO3-Instanz an.

Natürlich wäre ein Upgrade ohne weitere Überraschungen zu einfach gewesen.

Beim Produktiv-Deployment stellte sich heraus, dass in meinem docker-typo3-Image die PHP-Extension exif fehlte. Diese war für meine produktive Installation notwendig, weshalb das Deployment erneut angepasst werden musste.

Dafür habe ich einen eigenen Fix-Branch im docker-typo3-Repository angelegt und die fehlende Extension ergänzt. Anschließend wurde das Chart-Repository erneut aktualisiert und als Version 0.4.2 veröffentlicht.

Danach konnte ich beide Deployments – also Test und Produktion – auf die aktualisierte Version bringen.

Und was ist mit meinen Plugins?

Nach dem erfolgreichen Upgrade auf v13 gibt es allerdings noch einen kleinen Haken: Keines meiner genutzten Plugins ist aktuell mit TYPO3 v14 kompatibel.

Das bedeutet für mich, dass ich nicht auf v14 aktualisieren kann. Da sie für meine Installation benötigt werden, werde ich mit der weiteren Migration an dieser Stelle erst einmal warten und die notwendigen Anpassungen zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen.

Fazit

Im Gegensatz zu meinen früheren Erfahrungen mit TYPO3 war dieses Upgrade erstaunlich unspektakulär.

Trotz einiger kleinerer Probleme – insbesondere der veralteten form-to-database-Version und der fehlenden PHP-exif-Extension – konnte ich das Upgrade insgesamt ohne größere Schwierigkeiten durchführen. Durch die getrennte Test- und Produktivumgebung konnte ich die Fehler bereits vor dem eigentlichen Produktiv-Deployment finden und beheben.

Besonders positiv finde ich, dass sich mein mittlerweile etabliertes Setup aus Composer, eigenem Docker-Image und Helm-Chart dabei bewährt hat. Die einzelnen Komponenten konnte ich unabhängig voneinander anpassen und das Upgrade schrittweise testen.

Am Ende war es damit ein relativ schmerzloses Upgrade mit nur geringer Downtime.

Die eigentliche Arbeit ist für mich damit allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Sobald meine Plugins für TYPO3 v14 angepasst sind, steht der nächste Schritt an. Bis dahin bleibt meine Installation zunächst auf dem aktuellen Stand – und ich kann mich zumindest darüber freuen, dass der eigentliche Versionssprung deutlich unkomplizierter verlaufen ist, als ich es nach meinen früheren Erfahrungen vielleicht erwartet hätte.

 

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