Setup und Architektur mein zweites Homelabs

Nachdem ich im ersten Artikel die Historie und Entwicklung meines Homelabs im Haus meiner Eltern beschrieben habe, möchte ich mich nun dem Homelab in meiner eigenen Wohnung zuwenden.

Hardware

In einem IKEA-Schrank habe ich ein 38 cm tiefes 12U-Rack aus Holz und mit Schienen von Amazon selbst gebaut. Für mehr war in der Wohnung leider nicht Platz, ohne die Gutmütigkeit der Freundin übermäßig zu strapazieren.

Im Moment sind in dem Rack folgende Dinge verbaut:

  • eine 1U-Steckerleiste mit 8 Schuko-Ports
  • ein ausgeschalteter 10Gb-Router (ehemalige pfSense von der Arbeit)
  • ein Mikrotik CSS326 mit 24x 1GbE RJ-45 und 2x SFP+ Ports
  • vier gespendete Fujitsu Esprimos (Mini-PCs)
  • ein Synology DS920+ gebraucht von einem Bekannten
  • ein PiKVM mit einem PiKVM-Extender, welcher vier Fujitsu Esprimos anbindet

Außerhalb des Racks auf der gegenüberliegenden Raumseite läuft ein Mikrotik hAPx3 als Router mit einem DrayTek Vigor 167 als Modem.

Die Entscheidung über die Hardware war sehr organisch. Eigentlich wollte ich den CRS326, habe mich auf eBay aber beim Kauf verlesen. Der Router ist aktuell noch ausgeschaltet, da der 1U-Lüfter sehr laut ist und ich keine WAN-Anbindung habe, die schnell genug ist. Das Storage wurde beim Umzug des Bekannten frei und die Esprimos sind “vom Laster gefallen“. Das Einzige, was ich gezielt gekauft habe, war der PiKVM Extender, da der PiKVM nach dem Upgrade auf NanoKVMs im Haus meiner Eltern frei geworden ist.

Software

Ich lasse als Betriebssystem auf meinen vier Fujitsu Esprimos openSUSE MicroOS laufen. Dies hat den Vorteil, dass sich das Host-Betriebssystem selbst aktualisiert und im Fehlerfall auf einen funktionsfähigen Stand zurückrollt. Einer der Nodes betreibt einen Salt-Master, der sich selbst und die drei anderen Nodes nach dem initialen Onboarding verwaltet.

Auf den übrigen drei Nodes läuft ein k3s-Cluster mit einem Master und zwei reinen Workern. Dieses Cluster hostet meine Restic-Repository, HomeAssistant und meine weiteren Experimente.

Bei der Software ist die Entscheidung eher auf Gewohnheit zurückzuführen. Ich habe versucht das Setup bei meinen Eltern möglichst nah nachzubilden, um den Wartungsaufwand zu reduzieren.

Fazit

Auch wenn ich in meiner Wohnung kaum Platz habe, habe ich es doch geschafft, mir ein leises und stromsparendes Setup aufzubauen. Mit aktuell circa 100 W Stromverbrauch, merkt man das Rack auf der Stromrechnung, aber es tut nicht besonders weh. Ich bin sehr froh, ein Lab zu haben, welches ich physisch anfassen kann, da ich so deutlich freier in meinen Experimenten sein kann!

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